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Land Brandenburg

Das GRW-Kooperationsnetzwerk Energiewirtschaft/Energietechnologie des Landes Brandenburg wird mit Mitteln des Bundes und Landes sowie durch die Eigenanteile der Netzwerkpartner finanziert.

Innovations- und Fachkräftesicherung

Die Fachkräftesituation in der Schwerpunktbranche Umwelt- und Energietechnik
(Auszug aus der Gemeinsamen Fachkräftestudie Berlin-Brandenburg von PROGNOS, S. 17, Februar 2010)

"Das Branchenkompetenzfeld Umwelt- und Energietechnik profitiert einerseits von einer Unternehmensstruktur, die nicht ausschließlich kleine und Kleinstbetriebe umfasst. 48.000 Arbeitskräfte sind in 1.378 Unternehmen beschäftigt. Zugleich ist das Durchschnittsalter deutlich höher als z.B. im Bereich Medien und IKT, wodurch für die Zukunft bei wirtschaftlichem Wachstum vor allem mit erhöhten Ersatzbedarfen durch Verrentung zu rechnen ist. Der Frauenanteil an den Beschäftigten konzentriert sich aktuell auf Bürofachkräfte und ist mit 24,3% sehr niedrig. Zugleich haben die Gespräche mit Unternehmensvertreter/-innen der Umwelt- und Energietechnik gezeigt, dass die Akzeptanz von Frauen in technischen Tätigkeiten vielfach noch gering ausgeprägt ist, so dass fraglich ist, ob der Frauenanteil dort in den nächsten Jahren signifikant erhöht werden kann. Dabei könnte insbesondere die Umwelttechnik von den steigenden Frauenanteilen bei den Studienanfänger/-innen profitieren (z.B. > 50% Frauen im Technischen Umweltschutz Bachelor im Sommersemester (2009 an der TU Berlin).

Die Umwelt- und Energietechnik wird analog zu anderen technisch geprägten Branchen ab dem Jahr 2015 einen deutlich höheren Bedarf an Fachkräften aller Qualifikationsstufen mit Fachrichtungen der MINT-Berufe aufweisen, als der Region Berlin-Brandenburg unter ceteris-paribus-Bedingungen zur Verfügung stehen werden. Dabei beträgt der Anteil der Auszubildenden an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 4,2%, liegt also im Mittelfeld der betrachteten Branchenkompetenzfelder.
Fachkräfteplanung und -sicherung werden gerade von größeren Unternehmen als wichtige Aufgabe angenommen, spielen jedoch aktuell und bis 2015 nur eine untergeordnete Rolle. Auch wenn derzeit der Anteil der Akademiker/-innen mit 15,9% eher niedrig ist, werden zukünftig vermehrt auch akademisch ausgebildete Ingenieur/ innen, Techniker/-innen und Naturwissenschaftler/-innen gesucht werden. Die Aufstiegsqualifizierung von Absolvent/-innen der beruflichen Bildung, die Berufsorientierung Jugendlicher und junger Erwachsener sowie der Ausbau dualer Studiengänge in Zusammenarbeit von Hochschulen und Wirtschaft bilden daher mittelfristig wichtige Handlungsfelder. Neben einem offensiven Marketing der Branche („Cleantech“, „Green Energy“) zur Fachkräftewerbung besteht insbesondere Bedarf, die Tarifverträge im überregionalen Branchenwettbewerb attraktiv zu gestalten."

Das Aufgreifen der Thematik „Fachkräftesicherung“ im Netzwerk wird durch die stärkere Einbindung der Internetseite www.boomerang-lausitz.de gesichert und dem damit verbundenen regelmäßigen Informationsaustausch mit den Unternehmen im Netzwerk zu Stellenangeboten/-gesuche. Die Datenbank der Initiative Boomerang-Lausitz wird in den nächsten Wochen auch über das Netzwerk EWET bereitgestellt.